24 Januar 2017

Inga Orschinski







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Klaus Müller

Klaus Müller wurde 1931 in Magdeburg geboren. Seitdem ist er zweimal umgezogen – innerhalb derselben Straße. Nach dem Krieg war er beim Fernemeldebauamt beschäftigt. Als Angehöriger der Bewaffneten Organe studierte er in Leningrad, Leipzig, Babelsberg und Moskau  und war überwiegend im Zivil- und Katastrophenschutz tätig. Er erzählte mir mehrere „Episoden“ aus seinem Leben und zeigte mir den Luftschutzkeller in seinem Haus.

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Werner Harsteln

Werner Harsteln wurde 1926 in Magdeburgs geboren. Während des Krieges bei der Marine tätig, entkam er ’44 in Bordeaux stationiert gerade noch mit dem letzten Zug den Amerikanern und geriet ‘45 in Gefangenschaft. Immer bei sich trug er eine Minibuch-Ausgabe von Goethes „Faust“, welches er als Soldat so oft gelesen hat, dass er viele Passagen auswendig kennt und mir vortrug. Werner Harsteln war in Magdeburg als Lehrer tätig, u.a. am Domgymnasium, und baute an der Sternbrücke einen Schulgarten – dort, wo heute ein ausgegrabener Teil der Magdeburger Festung zu sehen ist.

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Ellen Prinzke

Ellen Prinzke wurde 1936 in Haustenbeck geboren. Ihre Familie gehörte zu denen, die zwischen 1937 und 1939 für die Erweiterung von Truppenübungsplätzen in Lippe Westfalen umgesiedelt wurden. So erlebte sie ihren ersten Umzug im Alter von zweieinhalb Jahren. Mit 14/15 Jahren kam sie dann nach Magdeburg, wo sie zunächst eine Ausbildung zur Schneiderin machte. Später absolvierte sie ein Studium am Lehrerbildungsinstitut und arbeitete dann als Hortleiterin und weiterhin als stellvertretende Direktorin an der Valerie Tschkalow Schule. Mit ihrem Mann lebt sie seit 56 Jahren in einer Neubauwohnung.

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Volkmar Prinzke

Volkmar Prinzke wurde 1936 in Schönebeck geboren. Als er zwei Jahre alt war, zogen seine Eltern nach Magdeburg. Mit neun erlebte er die Bombennächte in Magdeburg und rettete in einer dieser Nächte seinem jüngsten Bruder das Leben. Alle Männer in seiner Familie waren Lokführer, der Vater und auch seine beiden Brüder. So ging er nach seiner Schlosserlehre zur Eisenbahn und gründete später den Verein Magdeburger Eisenbahnfreunde. Volkmar Prinzke hat vor Jahren angefangen – aus einem „großen Drang“ heraus – Geschichten und Episoden aus seinem Leben aufzuschreiben, wobei er in vielen davon seine Erlebnisse bei der Eisenbahn wiedergibt.

– Wisse woher du kommst. Wenn du weißt woher du kommst, kannst du überall hingehen –
James Baldwin

Magdeburg ist meine Heimatstadt. Und auch die meiner Großeltern. Ein Portrait einer Stadt, ihrer Architektur und ihrer Menschen. Die Zeit von 1945-90. Kriegskinder wurden zu Bürgern der DDR. Aus Trümmerfeldern wurden Einkaufszentren und Neubaugebiete. Auf der Suche nach dem „alten Magdeburg“, nach verschwundenen Straßen und Gebäuden. Festgehalten was an seine Stelle rückte. Menschen, die diese Zeit erlebt und nicht nur die Stadt, sondern in ihr auch ihre Existenz aufgebaut haben.
– Pittoresk, dokumentarisch, persönlich. –

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24 April 2015

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Inga Orschinski

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Aus physikalischer Sicht ist alles überall und jederzeit miteinander verbunden. Alles, was wir kennen, beruht auf einer Struktur. Es gibt keine Abgrenzung. Auch der Mensch hat identische Gene mit Tieren und Pflanzen. In der Natur finden wir Strukturen und Formen, die sich auch am Körper des Menschen zeigen.
Meine Arbeit skizziert diese Analogie. Der Körper wird zum Objekt. Entscheidend ist die Beschaffenheit seiner Oberfläche – die Form seiner Hülle. Die Körperstudien gleichen Landschaften. Sie weisen Strukturen und Formen auf, die sich auch in unserer Umwelt wiederfinden.
Die eingefügten Naturaufnahmen setzen Assoziationen frei, die gedanklich an diese Strukturen und Formen anknüpfen.
Beide zeigen Verletzlichkeit.
Beide zeigen Vergänglichkeit.
Leben.

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24 März 2015

Stille

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Inne.Halten

Schritt für Schritt
Boden trägt
Einsamkeit
Anhalten
Stille
Atmen
Loslassen
Eins werden
Gibt mir Kraft

Inga Orschinski

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24 Februar 2015

Inga Orschinski wurde 1985 in Magdeburg geboren. Sie studierte von 2006-2009 an der Ostkreuzschule für Fotografie und Gestaltung. 2014 schloss sie ihr Zweitstudium in Translation an der Universität Leipzig ab. Im selben Jahr engagierte Inga Orschinski sich als Hauptverantwortliche für das Marketing des f/stop – 6. Festival für Fotografie. Sie lebt und arbeitet in Berlin.